Der Jazzdirigent
von Wolfgang Sréter
Mit Karla Andrä, Josef Holzhauser und Uli Fiedler
Musik: Josef
Holzhauser, Uli Fiedler
Regie: Ute Legner
"Damals, in jener Zeit..." sagt die junge Frau auf der Bühne, doch was wie der Beginn eines Märchens klingt, ist die Geschichte ihres Onkels Paul Weißenburger: Die Geschichte eines Mannes, der ungewollt in die grausamen und sinnlosen Mühlen der Nazi- Bürokratie gerät und dabei immer nur davon träumt, auf einem weißen Dampfer über den großen Teich zu schippern - um als Paul White Jazz zu machen, nichts als Jazz.
Für Jugendliche und Erwachsene
"Der Jazzdirigent" ist ein Stück über den Faschismus, ein
Stück wider das Vergessen, das gerade Jugendlichen (ab 15) einen
Zugang zu dieser Thematik vermitteln kann. Die Figur der Nichte
bietet zahlreiche Identifikationsmöglichkeiten, und die musikalische
Umsetzung beschreibt nicht nur den Geist der Zeit, sondern schafft
zusammen mit dem Text eine Atmosphäre, die die Geschichte erleb-
und nachspürbar macht.
Die Theateraufführung stellt eine wertvolle Bereicherung für den
Unterricht und
eine fruchtbare Diskussionsgrundlage für die Fächer Deutsch,
Geschichte und Musik dar.

